Methodenintegration soll Ausbildung erleichtern
Wer Coaching-Werkzeuge aus unterschiedlichen Therapie-Schulen entlehnt, sollte wissen, was er tut. Er braucht eine übergeordnete Theorie, wann welches Werkzeug sinnvoll einzusetzen ist. Einige Ausbildungsinstitute sind dazu übergegangen, ihre spezielle Kompetenz in Sachen Methodenintegration deutlicher als früher herauszustellen, berichtet das Magazin "Wirtschaft & Weiterbildung" in seiner April-Ausgabe 2004.Karin Horn-Heine etwa spricht von "lösungsorientierten" und "problemorientierten" Ansätzen, wobei erstere als "chic" gelten. Gut zu hinterfragen ist dieses Image bspw. anhand eines kurzen Textausschnittes: Wenn ein Manager ins Coaching kommt und ein Problem hat, gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten. Entweder er hat ein Ziel und weiß nicht, wie er es erreichen kann. Oder er steckt in einer Sinnkrise und ist innerlich so zerrissen, dass er nicht weiß, welches Ziel für ihn das richtige ist. Nehmen wir nur einmal das erste Problem her. Hierbei handelt es sich um ein Realisierungsproblem. Um es zu bewältigen, sind lösungsorientierte Ansätze optimal. Vice versa eignen sich problemorientierte Ansätze allerdings besser für das zweite Problem.